{"id":1485,"date":"2017-09-21T22:10:04","date_gmt":"2017-09-21T21:10:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannesstockburger.com\/?p=1485"},"modified":"2017-10-28T19:17:02","modified_gmt":"2017-10-28T18:17:02","slug":"automatisierung-und-deglobalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.johannesstockburger.com\/blog\/1485\/automatisierung-und-deglobalisierung\/","title":{"rendered":"Automatisierung  und Deglobalisierung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1748\" src=\"https:\/\/www.johannesstockburger.com\/blog\/wp-content\/uploads\/joh11a_small-step-150x150.png\" alt=\"Johannes Stockburger\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Die gegenw\u00e4rtige Welle der Automatisierung wird von &#8222;Big Data&#8220; und der dazugeh\u00f6rigen IT-Infrastruktur getrieben.<br \/>\nDie Leistungsf\u00e4higkeit und Stabilit\u00e4t der Daten-Infrastruktur, und damit die Machbarkeit automatischer Prozesse, sowohl in der industriellen Produktion als auch im Servicebereich, h\u00e4ngt wiederum von einer zuverl\u00e4ssigen und preisg\u00fcnstigen Versorgung mit elektrischer Energie ab.<\/p>\n<p>Diese zunehmende Welle der Automatisierung beraubt die superkomplexen globalen Lieferketten ihrer Daseinsberechtigung. Schlie\u00dflich beruhte der Nutzen dieser Globalisierung in erster Linie auf den unterschiedlichen Arbeitskosten an unterschiedlichen Standorten. Die Lohnkosten eines Roboters sind jedoch Null. Die Frage des Standortes entscheidet sich an der Infrastruktur und an der allgemeinen Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr hochqualifizierte Fachkr\u00e4fte, die zum Betrieb der automatischen Anlage immer noch gebraucht werden.<\/p>\n<h4>Die &#8222;alte&#8220; Globalisierung&#8220;<\/h4>\n<p>In den 3 Jahrzehnten zwischen 1970 und 2000 hatte sich die Weltwirtschaft weitgehend umstrukturiert: Produktionsschritte, die\u00a0 einen gro\u00dfen Teil ihrer Wortsch\u00f6pfung durch einfache manuelle Arbeiten erzielten, oder eine erhebliche Belastung der lokalen Umwelt mit sich brachten, wurden in L\u00e4nder mit geringen Arbeitskosten ausgelagert. Der Trend zur Automation von Industrieproduktion und Dienstleistungen stellt heute diese \u00fcberkommenen Strukturen massiv in Frage. gestellt.<\/p>\n<h4>11. September 2001 als Wendepunkt<\/h4>\n<p>In den vergangenen Jahren wurde der Trend zu diese Globalisierung immer schw\u00e4cher, bis er sich schlie\u00dflich umgekehrt hat. Begonnen hat diese Schw\u00e4chung der Globalisierung mit dem 11. September 2001.<\/p>\n<p>Die Abh\u00e4ngigkeit der Industriel\u00e4nder und besonders der Vereinigten Staaten von komplexen globalen Lieferketten hatte sich zu einer echten Gefahr entwickelt.<\/p>\n<p>Der Zenit der aktuellen Globalisierungswelle wurde in drei Bereichen besonders deutlich::<\/p>\n<h6>Energie<\/h6>\n<p>Der Angriff von Al Quaida auf die Machtzentren der USA, bei dem mehrere Tausend amerikanische Zivilisten get\u00f6tet wurden, hat zu einer gro\u00dfen Entschlossenheit gef\u00fchrt, sich von den \u00d6lvorkommen im Mittleren Osten unabh\u00e4ngig zu machen, unter anderem durch die Entwicklung der Gas- und \u00d6lvorkommen in\u00a0Schiefer-Formationen, und auch durch die Entwicklung von erneuerbaren Energien.<\/p>\n<p>&#8222;Drill, Baby, drill&#8220; war, neben den milit\u00e4rischen Interventionen in Afghanistan und Irak, die zweite wichtige Antwort der USA auf den 11. September.<\/p>\n<p>Es wurde jedoch auch &#8211; zun\u00e4chst kaum ernst genommen &#8211; \u00a0elektrisch betriebene Fahrzeuge, die unabh\u00e4ngig von \u00d6l aus dem Mittleren Osten funktionieren, entwickelt.<\/p>\n<p>Europa versuchte auch, sich vom \u00d6l aus dem Mittleren Osten unabh\u00e4ngiger zu machen. Die Zusammenarbeit mit Russland wurde verst\u00e4rkt, und im Jahr 2005 wurde mit dem Bau der Ostsee-Pipeline begonnen, die russisches Erdgas direkt nach Deutschland bringt.<\/p>\n<p>Insbesondere in Deutschland wurde auch der Ausbau von Windr\u00e4dern und Photovoltaikanlagen massiv subventioniert. Dieser Ausbau wurde nach dem Tsunami von Fukushima in den Turbomodus gehoben. Im Gegensatz zu den USA und auch zum Weltmarkt wurde dadurch Energie und insbesonder elektrische Energie massiv verteuert. Dieser Effekt wurde f\u00fcr viele Industriebetriebe durch Subventionen abgemildert.<\/p>\n<p>Wind- und Sonnenenergie ohne entsprechende Speichermedien muss durch andere Energietr\u00e4ger ersetzt werden, wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind weht. Dadurch hat die deutsche &#8222;Energiewende&#8220;\u00a0 die Abh\u00e4ngigkeit von fossil befeuerten Erdgaskraftwerke massiv verst\u00e4rkt.<\/p>\n<h6>Big Data<\/h6>\n<p>Die Entwicklung von &#8222;Big Data&#8220; Technologien, zun\u00e4chst zum Zweck der Fr\u00fcherkennung von Bedrohungen, war die dritte Antwort auf den Angriff am 11. September 2001. \u00a0Dabei wurden so gro\u00dfe Datenmengen generiert, da\u00df diese unm\u00f6glich komplett von Menschen gesichtet und analysiert werden konnten.<br \/>\nDiese gewaltigen Datenmengen haben gro\u00dfe Fortschritte in den Bereichen der k\u00fcnstlichen Intelligenz und der Automatisierung erm\u00f6glicht und erzwungen.<\/p>\n<h6>Finanzen<\/h6>\n<p>Die globale Finanzkrise von 2007 und 2008 war zwar keine direkte Antwort auf den 11. September, aber eine Sp\u00e4tfolge.<br \/>\nDer Krieg im Irak, der im Wesentlichen darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren war, dass die Vereinigten Staaten Saddam Hussein mit den Milzbrand-Angriffen gegen amerikanische Parlamentarier und Journalisten in Verbindung gebracht hatten &#8211; auch wenn dies sp\u00e4ter nicht nachgewiesen werden konnte &#8211; hat unglaubliche Kosten verursacht.<br \/>\nUnd der anschlie\u00dfende Versuch, im Irak neue staatliche Institutionen zu schaffen, erwies sich als so aufwendig, da\u00df durch die zus\u00e4tzlichen schuldenfinanzierte Kriegsausgaben die US-Wirtschaft \u00fcberhitzte.<\/p>\n<p>Durch die damit verbundene Dollarschwemme fiel der US-Dollar auf ungekannte Tiefst\u00e4nde, und es bildeten sich enorme Blasen in den Immobilienm\u00e4rkten der USA und in den Rohstoffm\u00e4rkten der Welt.<\/p>\n<p>Nachdem die Blase des Immobilienmarktes in Amerika bereits geplatzt war, und die Banken weltweit erheblich geschw\u00e4cht hatte, tat der gescheiterte Angriff Russlands auf Georgien f\u00fcr die \u00d6lpreise und den Wechselkurs des Euro das seinige.<\/p>\n<p>Im Jahr 2008 stand der \u00d6lpreis zeitweise bei 140 Dollar pro Fass, und ein Euro kostete 1,50 Dollar.\u00a0Der \u00d6lpreis st\u00fcrzte dann innerhalb weniger Wochen auf etwa 40 Dollar ab und erreichte nie wieder den H\u00f6chststand von 2008.<\/p>\n\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" id=\"1\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=CL1&#038;v=20170918200100&#038;d1=20000101&#038;d2=20091231&#038;h=300&#038;w=600\" width=\"600\" height=\"300\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n\n<p>source: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/commodity\/crude-oil\">tradingeconomics.com<\/a><\/p>\n<p>Der Euro st\u00fcrzte gleichzeitig von knapp 1,60 USD auf gut 1,20 USD ab.<\/p>\n\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" id=\"2\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=EURUSD&#038;v=20170918200200&#038;d1=01.01.2008&#038;d2=20091231&#038;h=300&#038;w=600\" height=\"300\" width=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n\n<p>source: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/euro-area\/currency\">tradingeconomics.com<\/a><\/p>\n<p>Der Absturz des Euro konnte nur mittels einer unbegrenzten Kreditlinie der US-Notenbank f\u00fcr die Europ\u00e4ische Zentralbank und andere gro\u00dfe Notenbanken aufgefangen werden.<\/p>\n<h4>Die Konsequenzen der Krisen f\u00fcr drei gro\u00dfen Wirtschaftsbl\u00f6cke f\u00fcr Wachstum und Investitionen<\/h4>\n<p>Der kurzzeitige Infarkt des weltweiten Wirtschaftssystemes im Rahmen der Finanzkrise von 2008 f\u00fchrte sowohl in China als auch in den USA zu einem \u00dcberdenken der Frage, wie Lieferketten konfiguriert sein sollten, wo sich Absatzm\u00e4rkte befinden sollten, und wie sich Lieferketten bzw. die geographische Lage der Absatzm\u00e4rkte\u00a0auf die nationale Sicherheit beider\u00a0Staaten auswirken.<br \/>\nIm folgenden finden Sie eine kurze Diskussion dieser drei f\u00fchrenden Wirtschaftsbl\u00f6cke auf den Infarkt von 2008.<\/p>\n<h6>China<\/h6>\n<p>China antwortete auf diese Krise mit\u00a0einem unglaubliches Investitionsprogramm mit Fokus auf die Infrastruktur. Damit konnten gro\u00dfe Teile des Hinterlandes in die\u00a0industrielle Produktion mit einbezogen werden. Das bedeutete nat\u00fcrlich viele Millionen neue Jobs. Mehr Menschen konnten somit auch Geld verdienen. Dadurch ist der interne chinesische Markt enorm gewachsen, und die chinesische Abh\u00e4ngigkeit von Exportm\u00e4rkten wurde reduziert.<\/p>\n<p>Dieses Programm bewirkte, dass sich das Bruttoinlandsprodukt Chinas in nur 4 Jahren, von 2008 bis 2012, ann\u00e4hernd verdoppelt hat, wie das folgende Diagramm zeigt.<br \/>\n\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" id=\"3\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=wgdpchin&#038;v=201707092028v&#038;d1=20040101&#038;d2=20121231&#038;type=type=column&#038;h=300&#038;w=600\" height=\"300\" width=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n<\/p>\n<p>source: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/china\/gdp\">tradingeconomics.com<\/a><\/p>\n<p>Die j\u00e4hrlichen Brutto-Anlageninvestitionen in China haben sich in den 8 Jahren von 2004 bis 2012 ann\u00e4hernd verdreifacht. Ein Diagramm Zahlen finden Sie hier.<br \/>\n\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" id=\"4\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=chinagrofixcapfor&#038;v=201707031805v&#038;d1=20000101&#038;d2=20121231&#038;type=type=column&#038;h=300&#038;w=600\" height=\"300\" width=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n<\/p>\n<p>source: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/china\/gross-fixed-capital-formation\">tradingeconomics.com<\/a><\/p>\n<p>Aber diese Investitionen in Infrastruktur und Produktionsanlagen war nur die H\u00e4lfte der chinesischen Antwort. Die andere H\u00e4lfte war den Entschluss, von der Produktion einfacher Billigprodukte wegzukommen, und zu einem unabh\u00e4ngigen Produzenten von High-Tech Produkten zu werden. Es wurden riesige Forschungszentren gebaut, Unmengen von Know-How der gekauft oder auch gestohlen &#8211; jedenfalls nach China transferiert.<\/p>\n<p>In der Konsequenz hat China nicht nur seine Konkurrenzf\u00e4higkeit auf den Weltm\u00e4rkten gest\u00e4rkt, sondern auch einen massiven Binnenmarkt entwickelt, der die chinesische Wirtschaft deutlich resistenter gegen internationale Krisen macht.<\/p>\n<h6>Investitionen und Wachstum in USA<\/h6>\n<p>Die USA haben in der Zeit massiv in die Entwicklung von \u00d6l- und Gasvorkommen investiert. Das hat die Energiepreise in den Vereinigten Staaten stark reduziert, auch weil der Export von Fl\u00fcssiggas aus den USA bis vor kurzem verboten war.<\/p>\n<p>Massiv wurde aber auch in Big Data Anwendungen und k\u00fcnstliche Intelligenz investiert. Die F\u00e4higkeiten von Big Data Anwendungen kommen nicht nur den dem\u00a0Milit\u00e4r und den Geheimdienste zugute, sondern erm\u00f6glichen auch gro\u00dfe Fortschritte im zivilen Bereich. Ich erinnere hier an autonome Fahrzeugen , aber auch\u00a0an Logistik-Systeme, wie sie von Amazon entwickelt und implementiert wurden.<\/p>\n<p>\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" 0=\"I&#039;d=&quot;5&quot;\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=wgdpus&#038;v=201707241118v&#038;d1=20020101&#038;d2=20121231&#038;h=300&#038;w=600\" height=\"300\" width=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n<br \/>\nsource: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/united-states\/gdp\">tradingeconomics.com<\/a><\/p>\n<p>Brutto Anlageinvestitionen USA<br \/>\n\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" 0=\"I&#039;d=&quot;6&quot;\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=wgdpus&#038;v=201707241118v&#038;d1=20010101&#038;d2=20121231&#038;h=300&#038;w=600\" height=\"300\" width=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n<br \/>\nsource: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/united-states\/gross-fixed-capital-formation\">tradingeconomics.com<\/a><br \/>\nDas Bruttoinlandsprodukt der USA liegt somit heute, dank der massiven Investitionen in den Energie- und den Technologie-Sektor, um etwa 3 Billionen Dollar \u00fcber dem Wert von 2008. Die Automatisierung und die Anwendung k\u00fcnstlicher Intelligenz sind dort weltweit am weitesten fortgeschritten.<\/p>\n<h6>Deutschland und die Eurozone<\/h6>\n<p>In der folgenden Statistik des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone wurde der Euro zum jeweiligen Wechselkurs in Dollar umgerechnet. Der \u00fcberm\u00e4\u00dfig hohe Eurokurs im Jahr 2007 bewirkt\u00a0also k\u00fcnstliche eine Beule nach oben, und der schw\u00e4chere Euro der Folgejahre verringert die Werte in Dollar f\u00fcr diese Jahre..<\/p>\n<p>Bruttoinlandsprodukt f\u00fcr die Eurozone <strong>(in US-Dollar)<\/strong><\/p>\n<p>\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" id=\"7\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=wgdpeuro&#038;v=201707092232v&#038;d1=20020101&#038;d2=20121231&#038;h=300&#038;w=600\" height=\"300\" width=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n<br \/>\nsource: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/euro-area\/gdp\">tradingeconomics.com<\/a><\/p>\n<p>Brutto Anlageinvestitionen in der Eurozone <strong>(in Euro)<\/strong>:<br \/>\n\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" id=\"8\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=euroareagrofixcapfor&#038;v=201709080745v&#038;d1=20020101&#038;d2=20121231&#038;type=type=column&#038;h=300&#038;w=600\" height=\"300\" width=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n<br \/>\nsource: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/euro-area\/gross-fixed-capital-formation\">tradingeconomics.com<\/a><\/p>\n<p>Wenn man die Werte f\u00fcr Deutschland aus der Eurozone herausrechnet, wird\u00a0 die die desolate Lage der Eurozone im Jahr 2012 sichtbar.<\/p>\n<p><b>Deutschland<\/b><\/p>\n<p>Das Bild f\u00fcr Deutschland sieht\u00a0etwas besser aus:<br \/>\nBruttoinlandsprodukt f\u00fcr Deutschland <strong>(in US-Dollar)<\/strong>:<br \/>\n\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" id=\"9\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=wgdpgerm&#038;v=201707091929v&#038;d1=20020101&#038;d2=20121231&#038;h=300&#038;w=600\" height=\"300\" width=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n<br \/>\nsource: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/germany\/gdp\">tradingeconomics.com<\/a><\/p>\n<p>Auch dieses Diagramm ist durch die Schwankungen des Eurokurses verzerrt. Aber dennoch: nachhaltiges Wachstum sieht anders aus.<\/p>\n<p>Brutto-Anlageninvestitionen f\u00fcr Deutschland (in Euro):<br \/>\n\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" id=\"10\" securitykey=\"96f3c890ecc3700b067a90b80eaa2cb68eb4af2b\" src=\"https:\/\/d3fy651gv2fhd3.cloudfront.net\/embed\/?s=germanygrofixcapfor&#038;v=201709191552v&#038;d1=20020101&#038;d2=20121231&#038;type=type=column&#038;h=300&#038;w=600\" height=\"300\" width=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n<br \/>\nsource: <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/germany\/gross-fixed-capital-formation\">tradingeconomics.com<\/a><\/p>\n<p>Es f\u00e4llt auf, dass die Entwicklung von Wachstum und Investitionen zwischen\u00a0 USA und China durchaus vergleichbar war, auch wenn es wichtige Unterschiede in Details und im Momentum gibt.<\/p>\n<p>Die Eurozone fiel jedoch aus diesem Rahmen heraus. Besonders bitter war die Entwicklung der Eurozone ohne Deutschland.<\/p>\n<h6>Neue Produkte im Jahr 2008<\/h6>\n<p>Im Jahr 2008, also 7 Jahre nach dem 11. September 2001, gerade als die Finanzkrise kr\u00e4ftig zuschlug, wurden einige neue Produkte und Projekte rund um Energie-Unabh\u00e4ngigkeit und Big Data auf den Markt gebracht:<\/p>\n<p><strong>USA und China<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Iphone<\/li>\n<li>Tesla<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Deutschland und Europa<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Clean Volkswagen Diesel<\/li>\n<li>Ostsee Pipeline<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die USA und China haben die Herausforderungen angenommenen und mit massiven Investitionen in Infrastruktur sowie Forschung und Entwicklung beantwortet. Es fallen mir dabei Namen ein wie Steve Jobs, Jeff Bezos, Elon Musk, Mark Zuckerberg und Firmen wie Paypal, Apple, Amazon, Tesla, Google, Facebook, SpaceX, Blue Origin aber auch Baidu, Alibaba, Samsung &#8230;<\/p>\n<p>Deutschland und Europa haben eine defensive Position eingenommen:<\/p>\n<p>Die Energieabh\u00e4ngigkeit vom Mittleren Osten wurde gegen die Energieabh\u00e4ngigkeit von Russland eingetauscht.<\/p>\n<p>Man hat in Europa eine neue Pipeline gebaut und versucht, Dieselmotoren zu optimieren. Vergessen hat man indes,\u00a0kraftvolle Energiespeicher zu entwickel. Diese h\u00e4tten die Abh\u00e4ngigkeit Europas von \u00d6l und Gas als Treibstoff f\u00fcr Autos brechen, und gleichzeitig f\u00fcr Stabilit\u00e4t in den Stromnetzen sorgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Da es f\u00fcr Volkswagen &#8211; wo der \u00f6ffentliche Sektor Deutschlands in Gestalt der Landesregierung von Niedersachsen eine Sperrminorit\u00e4t h\u00e4lt &#8211; zu teuer war, das damit verbundene Abgasproblem wirklich anzugehen, hat man dort stattdessen die Messwerte gef\u00e4lscht.<\/p>\n<p>Andere Autohersteller haben\u00a0sich unter gro\u00dfem Aufwand Schritt f\u00fcr Schritt in Richtung einer wirksamen Abgasreinigung bewegt. Es blieben dann aber nur noch viel zu wenig Ressourcen und Aufmerksamkeit f\u00fcr die Entwicklung von wirklich innovativen L\u00f6sungen \u00fcbrig.<\/p>\n<h4>Die Eurozone<\/h4>\n<p>Das Diagramm f\u00fcr die Eurozone als ganzes legen nahe, dass die Eurozone kein attraktiver Standort f\u00fcr strategische Investitionen ist. Am einem zu hohen Lohnniveau kann es nicht liegen, denn Investitionen in Automatisierung, Forschung und Big Data verlangen sowieso nach den besten und teuersten K\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Und es liegt im Wesen der Automatisierung, dass manuelle Arbeit nur noch in geringem Umfang eingesetzt wird und somit deren Kosten viel Bedeutung als\u00a0 Standortfaktor verlieren.<\/p>\n<p>Aber es gibt einen andere Faktoren:<\/p>\n<ul>\n<li>Leistungsf\u00e4higkeit der digitalen Infrastruktur<\/li>\n<li>Vorschriften, die manche L\u00f6sungsans\u00e4tze massiv erschweren oder sogar von vorneherein verbieten<\/li>\n<li>Risiken f\u00fcr die politische Stabilit\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n<h6>Staatliche Defizite verhindern Investitionen<\/h6>\n<p>Die\u00a0staatliche Defizit-Begrenzung in der EU ignoriert\u00a0staatliche Verm\u00f6genswerte, aber Investitionen in solche Verm\u00f6genswerte erh\u00f6hen ein vorhandenes\u00a0Defizit oder verringern einen \u00dcberschus. Unter diesen Bedingungen k\u00f6nnen viele Staaten die notwendigen Investitionen in Infrastruktur nicht mehr finanzieren.<\/p>\n<p>Man sollte allerdings auch nicht auf den Trick vieler Politiker hereinfallen, alle Ausgaben als Investitionen zu bezeichnen, auch wenn sie keinerlei staatliche Verm\u00f6genswerte schaffen.<\/p>\n<h6>Politische Hindernisse f\u00fcr private Investitionen<\/h6>\n<p>Wenn aufgrund von politischen Gegebenheiten \u00f6ffentliche Investitionen in Infrastruktur nicht m\u00f6glich sind, und private Investitionen in \u00f6ffentliche Infrastruktur nicht erw\u00fcnscht und auch nicht m\u00f6glich sind, dann kann nur\u00a0wenig investiert werden.<\/p>\n<p>Aber Rechenzentren und Zentren f\u00fcr Dienstleistungen mit hoher Wertsch\u00f6pfung entstehen nur an den Orten, an denen &#8230;<\/p>\n<ul>\n<li>die notwendigen Datenleitungen und andere Infrastruktur vorhanden sind<\/li>\n<li>die Energieversorgung gesichert und nicht \u00fcberteuert ist<\/li>\n<li>Planung f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum m\u00f6glich ist<\/li>\n<li>und die Lebensbedingungen f\u00fcr hochqualifizierte Fachleute attraktiv sind<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Bedingungen sind in der Eurozone offenbar nur noch wenigen Orten gegeben. Diese liegen\u00a0\u00fcberwiegend in Deutschland.<\/p>\n<p>Wurde dieser Umstand durch Schw\u00e4chen und Fehler in fast allen anderen L\u00e4ndern der EU verursacht? Oder ist eine konsequente Deutschland-First-Politik daf\u00fcr verantwortlich? Diese Frage soll Thema will ich in einem sp\u00e4teren Post untersuchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gegenw\u00e4rtige Welle der Automatisierung wird von &#8222;Big Data&#8220; und der dazugeh\u00f6rigen IT-Infrastruktur getrieben. Die Leistungsf\u00e4higkeit und Stabilit\u00e4t der Daten-Infrastruktur, und damit die Machbarkeit automatischer Prozesse, sowohl in der industriellen Produktion als auch im Servicebereich, h\u00e4ngt wiederum von einer zuverl\u00e4ssigen und preisg\u00fcnstigen Versorgung mit elektrischer Energie ab. 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